Zur heißen Phase der Saison überrascht der ERC Ingolstadt mit einer absoluten Weltneuheit im Bereich Stadion-Catering. Da die Panther die gastronomische Versorgung in der SATURN-Arena bekanntlich komplett in Eigenregie stemmen, nutzt der Club diese Unabhängigkeit nun für ein interaktives Preismodell an den Zapfhähnen. Die Formel ist so simpel wie genial: Je öfter die Panther ins gegnerische Netz treffen, desto günstiger wird das kühle Helle.
Gültig ist dieses dynamische System im Stil von Aktienkursen exklusiv für Dauerkartenbesitzer. Geschäftsführer Claus Liedy erklärt den Hintergrund der Aktion mit einem deutlichen Augenzwinkern:
„Da wir beim Catering mittlerweile unser eigener Herr im Haus sind, können wir extrem flexibel agieren. Wir wollten unseren treuesten Fans unbedingt etwas Besonderes zurückgeben, nachdem der alte, klassische Treuebonus für Dauerkartenbesitzer in der Vergangenheit leider weggefallen ist. Statt eines langweiligen, festen Rabatts lassen wir nun einfach die Mannschaft auf dem Eis für den Geldbeutel unserer Fans arbeiten. Wer ein Abo hat, profitiert ab sofort in Echtzeit von unserer Offensivpower.“
Hochfrequenz-Zapfen aus dem Donau Tower
Möglich wird diese technische Meisterleistung durch eine völlig neue Kooperation: Die Echtzeit-Berechnung der Kiosk-Preise übernimmt die VR Bank. In deren neuem, imposanten VR Bank Tower – auch bekannt als Donau Tower – wurde extra für den ERC in den freistehenden Leerräumen ein Bereich mit Hochleistungs-Servern ausgestattet.
Jedes Tor in der SATURN-Arena wird in Millisekunden in den Tower gefunkt. Dort sitzt Finanzexperte Markus Ettinger an den Hebeln der eigens entwickelten „Bier-Broker-Software“.
„Wir behandeln das Spiel des ERC im Grunde wie einen hochvolatilen Börsenkurs“, erklärt Ettinger sachlich. „Die Regel ist denkbar einfach: Schießt der ERC ein Tor, fällt der Bierpreis am Kiosk sofort ab – ein klares Kaufsignal für die Fans! Trifft allerdings der Gegner, erholt sich der Kurs zugunsten der Gastronomie und der Preis steigt wieder an.“
Um die Fans jedoch vor einer kompletten Deflation an der Zapfsäule zu schützen, beruhigt Ettinger: „Wir haben natürlich einen ‚Bärenmarkt-Schutz‘ programmiert. Der Preis ist nach oben hin streng bei maximal 6,90 Euro (ohne Pfand) gedeckelt. Teurer wird es für Dauerkartenbesitzer nicht – selbst wenn wir mal einen rabenschwarzen Tag erwischen und 0:5 hinten liegen sollten.“
Herrnbräu und Nordbräu ziehen an einem Strang
Dass bei fallenden Preisen nach Ingolstädter Toren auch genug Gerstensaft fließt, garantieren die beiden lokalen Brauereien Herrnbräu und Nordbräu. Für dieses einmalige Projekt haben sich die Ingolstädter Traditionsunternehmen zusammengeschlossen und ihre Kassenschnittstellen direkt mit Markus Ettinger und dem Donau Tower synchronisiert. „Sollten wir im letzten Drittel mit 5:0 führen, kostet das Bier von Herrnbräu oder Nordbräu für unsere Dauerkarteninhaber quasi nur noch den Becherpfand“, rechnet Liedy vor.
Erste interne Testläufe zeigten laut Verein bereits kuriose Szenen: Bei brenzligen Kontern des Gegners hielten die Test-Zuschauer nicht mehr vor sportlicher Spannung den Atem an, sondern riefen aus reiner finanzieller Panik in Richtung Eisfläche: „Bitte jetzt klären, ich stehe beim Bierstand gerade an der Kasse zum Bezahlen!“
Die Mannschaft wurde bereits über das System gebrieft. Laut Trainerteam seien die Verteidiger angewiesen worden, bei knappen Spielständen den Puck notfalls lieber auf die Tribüne zu dreschen, um eine drohende Fan-Insolvenz im Stadionumlauf abzuwenden. Um den Tor-Rabatt zu aktivieren, muss beim Bezahlen lediglich die Dauerkarte an den Scanner gehalten werden. Startschuss ist am heutigen 1. April.
Was sagt ihr zur Ingolstädter Catering-Revolution? Deckt ihr euch bei einem 3-4 Tore Vorsprung künftig gleich mit sechs Bechern ein? 🍻🏒