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Vom Holiker 4. April 2026

Am Ende bleibt der Stolz

Nicht jede Saison endet mit einem Pokal. Aber manche enden mit Stolz. Genau so eine war diese.


Ja, die Saison ist vorbei. München hat Spiel 6 gezogen und steht sportlich verdient in der nächsten Runde. Das gehört zur Wahrheit dazu, auch wenn es weh tut.


Aber genauso gehört zur Wahrheit, dass diese Mannschaft über die gesamte Serie gezeigt hat, dass sie mithalten kann. Dass sie nicht nur hinterherläuft, sondern München immer wieder in die Schranken weisen konnte. Dass sie Spiele gezogen hat, Momente erzwungen hat und einem Favoriten alles abverlangt hat.


Diese Serie hat uns emotional alles abverlangt. Das Drama um Edwin Tropmann hat uns alle getroffen. Dazu die Ausfälle von Schmölz und Powell, ein Roupp, der angeschlagen trotzdem aufs Eis gegangen ist – das sind keine Randnotizen, das sind die Geschichten, die zeigen, was für Charakter in dieser Mannschaft steckt.


Am Ende waren es zu viele Gegentore, zu viele Ausfälle, zu viele Momente, in denen sich die Breite im Münchner Kader bemerkbar gemacht hat. Das hat wehgetan, und das hat am Ende den Unterschied gemacht.
Aber heute geht es nicht um das große „Woran hat’s gelegen?“. Diese Analyse wird kommen, ganz sicher. Heute geht es um etwas anderes.


Heute geht es um Stolz.
Denn was nach dem Spiel passiert ist, war größer als jedes Ergebnis. Eine stehende Saturn Arena. Minutenlanger Applaus. Fangesänge, die nicht leiser wurden, obwohl die Saison vorbei war. Während sich das siegreiche Team und seine Kunden, sorry „Anhänger “ längst auf den Weg nach Hause gemacht hatte, blieb hier etwas zurück, das man nicht messen kann: Zusammenhalt.


Ganz ehrlich — diese Minuten haben mehr Gänsehaut erzeugt als so mancher Overtime-Krimi. Nicht wegen eines Tores. Sondern wegen eines Gefühls.


Stolz auf diese Mannschaft.
Weil sie gezeigt hat, dass sie mithalten kann.
Weil sie bewiesen hat, dass sie selbst einen Favoriten wie München ins Wanken bringen kann.
Weil sie trotz Rückschlägen nie aufgehört hat zu kämpfen.
Das ist keine Floskel. Das ist Identität.
Denn genau das macht diesen Verein aus: In guten Zeiten feiern viele. In schweren Zeiten zeigt sich, wer wirklich dazugehört. Und heute hat man gesehen, dass diese Panther-Familie zusammensteht — egal, wie das Ergebnis lautet.


Die Saison ist vorbei.
Der Stolz bleibt.
Und genau darauf lässt sich aufbauen.