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Vom Holiker 14. Juni 2026

Nach ERC-Graffiti am Stadttheater: Mutmaßliche 1860-Fans übermalen Schriftzug wohl aus Solidarität

Ingolstadt (DPH)

Erst hatten mutmaßliche ERC-Fans das Ingolstädter Stadttheater mit einem großflächigen Schriftzug verziert, nun sollen wenige Tage später angeblich Anhänger des TSV 1860 München nachgezogen haben: Unbekannte übermalten das Graffiti offenbar teilweise – mutmaßlich, um ein Zeichen der Solidarität mit Hasan Ismaik zu setzen.

Auslöser der Aktion soll die jüngste Glosse des Donaukuriers über ein angebliches Engagement des ungeliebten Löwen-Investors beim Stadttheater gewesen sein. Offenbar wollten einige seiner Vasallen nicht länger tatenlos zusehen, wie in Ingolstadt ohne ihre symbolische Mithilfe kulturelle Tatsachen geschaffen werden.

Für Beobachter kommt die mutmaßliche Verbundenheit nicht überraschend. Schließlich seien die Gemeinsamkeiten zwischen der Stadt Ingolstadt und dem TSV 1860 München kaum zu übersehen: beide chronisch klamm, seit Jahren ohne nennenswerte liquide Mittel, geführt mit einer Mischung aus Selbstüberschätzung und Orientierungslosigkeit – und zuverlässig gut dafür, von Einwohnern oder Fans verspottet zu werden.

„Da erkennt man sich halt wieder“, erklärt ein Insider. „Wo andere stabile Verhältnisse sehen wollen, sehen Löwen-Fans sofort Heimat.“

Auch die Wahl des Ortes gilt als logisch. Das Stadttheater steht derzeit wie kaum ein anderes Gebäude für Unsicherheit, Geldsorgen und die Hoffnung, dass am Ende vielleicht doch irgendjemand einspringt, der es eigentlich eher noch schlimmer macht. Für viele 1860-Anhänger dürfte das vertraut gewirkt haben.

Aus dem Rathaus heißt es unterdessen, man prüfe den Vorfall. Noch unklar sei, ob es sich um Sachbeschädigung, Fußballfolklore oder bereits um den ersten symbolischen Spatenstich für die künftige „Stadttheater KGaA“ handle.

Ein Sprecher aus dem Umfeld der Löwen wollte den Vorfall nicht bestätigen, sagte aber: „Wenn irgendwo Tradition, Chaos und finanzielle Aussichtslosigkeit zusammenkommen, ist Solidarität unter Leidensgenossen nie ganz ausgeschlossen.“