Da war ja richtig was los beim ERC in den letzten Tagen. Das sind wir ja gar nicht mehr gewohnt 😉
Aber macht nichts. Dann bekommt ihr nun die gebalte Dröhnung an Updates rund um die Panther
Stettmer kommt als MVP zurück nach Hause
Ja, Spatzen, Pfeifen, Dächer und so… Seit Sonntag ist es nun offiziell: Der ERC Ingolstadt verkündete die Rückkehr von Jonas Stettmer an seine alte Wirkungsstätte. Der mittlerweile dreimalige Deutsche Meister, Final-MVP 2026 und frisch gebackene WM-Teilnehmer kehrt nach drei Jahren in Berlin zurück zu den Panthern.
Vom Jungpanther über die ersten DEL-Einsätze in Ingolstadt bis hin zu einer der wichtigsten Figuren beim Rekordmeister – Stettmer hat in den vergangenen Jahren eine beeindruckende Entwicklung genommen. Rückblickend bezeichnet er den Wechsel nach Berlin selbst als genau den richtigen Schritt. „Erfolgreicher und besser hätte es für mich kaum laufen können“, sagt der 24-Jährige.
Besonders beeindruckend: Trotz weiterer Optionen stand für ihn eine Rückkehr nach Ingolstadt früh fest. „Ingolstadt war meine erste Priorität“, erklärt Stettmer offen. Und auch emotional scheint der Wechsel für ihn eine besondere Bedeutung zu haben. Schon bei Spielen mit Berlin in der SATURN-Arena habe es sich „nie fremd angefühlt“. Jetzt wieder dauerhaft an die Donau zurückzukehren, beschreibt er schlicht als „nach Hause kommen“.
Dass sich damit auch sportlich ein Kreis schließt, könnte die Geschichte kaum schöner schreiben. 2023 stand Stettmer noch als junger Goalie mit dem ERC im DEL-Finale, heute kehrt er als Final-MVP zurück. „Alles in allem ist das schon eine sehr schöne Geschichte“, sagt er selbst.
Für die Pantherfans dürfte genau dieses Gefühl überwiegen: Ein Eigengewächs kommt heim – gereift, erfolgreich und mit der Mentalität eines Champions im Gepäck.
ERC holt Final-MVP Stettmer zurück | Profis | ERC Ingolstadt
„Ingolstadt war meine erste Priorität“ | Profis | ERC Ingolstadt
Auch Elias Pul kommt wieder an die Donau
Es war die Meldung auf die alle Pantherfans Wochenlang gewartet haben. Wer wird der erste Neuzugang den die Panther veröffentlichen. Noch vor der Stettmer Verpflichtung verkündeten die Panther die „Rückkehr“ von Elias Pul, der eigentlich letzte Saison schon bereits für die Panther auflaufen wollte, aber die Chance bekam, in Übersee wertvolle Erfahrung zu sammeln.
Nun ist der Wechsel offiziell: Ab der Saison 2026/27 wird der 19-jährige Stürmer für den ERC Ingolstadt auflaufen. In der vergangenen Spielzeit stand Pul in der WHL für die Saskatoon Blades und die Spokane Chiefs auf dem Eis und absolvierte dort 63 Spiele.
Auch in Deutschland konnte Pul schon auf sich aufmerksam machen. In seiner ersten Profi-Saison bei den Blue Devils Weiden sammelte er 18 Scorerpunkte in 51 DEL2-Partien. Vor allem mit seiner Geschwindigkeit, seinem Spielverständnis und seinen technischen Fähigkeiten konnte er überzeugen.
Beim ERC gilt Pul als Spieler mit viel Entwicklungspotenzial. Er durchlief die Nachwuchs-Nationalmannschaften des DEB und gehörte bereits zweimal zum Kader der deutschen U20-Nationalmannschaft bei Weltmeisterschaften. In Ingolstadt wird er künftig mit der Rückennummer 77 auflaufen.
Aus Fansicht ist das ein spannender erster Neuzugang: jung, talentiert und mit einer interessanten Entwicklung. Kein lauter Sensationstransfer, aber ein Spieler, der gut ins Konzept passt und in Ingolstadt den nächsten Schritt machen könnte.
Allrounder Burns macht den Neuzugangsdreier perfekt
Auch diese Personalie wurde schon länger gerüchtet und ist nun offiziell. Mit Nathan Burns hat der ERC Ingolstadt eine weitere Personalie für den Angriff der Saison 2026/27 bekanntgegeben. Der 31-jährige Deutsch-Kanadier wechselt von den Löwen Frankfurt an die Donau und bringt die Erfahrung von 179 DEL-Spielen mit.
In Frankfurt war Burns seit 2021 aktiv, feierte dort den Aufstieg und sammelte anschließend in vier DEL-Spielzeiten 56 Scorerpunkte. Der flexibel einsetzbare Angreifer gilt als verlässlicher Allrounder, der sowohl offensiv als auch defensiv seine Aufgaben erfüllt.
Aus Fansicht ist Burns ein sinnvoller Neuzugang. Er bringt Erfahrung, Vielseitigkeit und Stabilität mit und könnte damit eine wichtige Rolle im Ingolstädter Kader einnehmen.
Quo Vadis Vertragslaufzeit
Ein Thema, das rund um die aktuellen Personalmeldungen beim ERC Ingolstadt durchaus auffällt, ist der Umgang mit den Vertragslaufzeiten. Unter Larry Mitchell war es fast schon Standard, dass solche Details nicht öffentlich kommuniziert wurden. Intern wussten die entscheidenden Personen natürlich Bescheid, nach außen hielt man sich mit Transparenz aber meist zurück.
Mit dem Wechsel in der sportlichen Führung hatte sich dieser Kurs eigentlich verändert. Seit Tim Regan das Amt übernommen hat, wurden Vertragsverlängerungen und Neuzugänge in der Regel deutlich offener kommuniziert. Gerade die Laufzeiten der Verträge waren für Fans zuletzt meist nachvollziehbar, was durchaus für mehr Transparenz sorgte. Regan selbst hatte in der Vergangenheit auch nie den Eindruck vermittelt, dass dies ein Problem für ihn sei.
Umso bemerkenswerter ist nun, dass bei den jüngsten Verpflichtungen wieder keine Vertragsdauer genannt wurde. Weder bei Stettmer noch bei Burns war in den offiziellen Mitteilungen zu lesen, wie lange die jeweiligen Arbeitspapiere laufen. Das wirkt durchaus wie ein kleiner Kurswechsel in der Kommunikationslinie.
Ob dahinter eine bewusste neue Strategie steckt oder ob man diese Informationen nur in einzelnen Fällen zurückhält, bleibt offen. Die genauen Gründe dafür dürften aktuell wohl nur in der Geschäftsstelle, rund um Pressesprecher Stefan Ried und Sportdirektor Tim Regan, bekannt sein.
Sechs WM Panther in der Schweiz
Der WM-Kader der deutschen Nationalmannschaft steht fest – und aus Ingolstädter Sicht gibt es gleich mehrere Gründe zur Freude. Insgesamt sechs Vertreter des ERC reisen mit nach Zürich, wo am Freitag das Auftaktspiel gegen Finnland ansteht.
Mit Leon Hüttl ist ein erfahrener Panther bereits zum dritten Mal bei einer Weltmeisterschaft dabei. Besonders bemerkenswert ist aber die Nominierung von Jonas Stettmer, der vor seinem WM-Debüt steht. Er ist der erste Profi aus dem Ingolstädter Nachwuchs, der für Deutschland an einer Weltmeisterschaft teilnimmt.
Neben den beiden Spielern sind auch Mark French und Ilpo Kauhanen Teil des Trainerteams. Dazu gehören mit Igor Hasko und Ivan Zilinek zwei weitere ERC-Vertreter zum Betreuerstab der Nationalmannschaft.
Die deutschen Spiele in der Gruppe A
Freitag, 15. Mai | 16:20 Uhr | Finnland vs. Deutschland
Sonntag, 17. Mai | 20:20 Uhr | Deutschland vs. Lettland
Montag, 18. Mai | 20:20 Uhr | Deutschland vs. Schweiz
Mittwoch, 20. Mai | 20:20 Uhr | USA vs. Deutschland
Freitag, 22. Mai | 16:20 Uhr | Deutschland vs. Ungarn
Samstag, 23. Mai | 20:20 Uhr | Österreich vs. Deutschland
Montag, 25. Mai | 20:20 Uhr | Deutschland vs. Großbritannien
Der deutsche WM-Kader
Torhüter: Jonas Stettmer (ERC Ingolstadt), Philipp Grubauer (Seattle Kraken/NHL), Maximilian Franzreb (Adler Mannheim)
Verteidiger: Leon Hüttl (ERC Ingolstadt), Moritz Seider (Detroit Red Wings(NHL), Leon Gawanke (Adler Mannheim), Eric Mik, Kai Wissmann (beide Eisbären Berlin), Phillip Sinn, Fabio Wagner (beide Red Bull München), Marcus Weber (Nürnberg Ice Tigers)
Stürmer: Joshua Samanski (Edmonton Oilers/NHL), Andreas Eder, Manuel Wiederer, Frederik Tiffels (alle Eisbären Berlin), Samuel Dove-McFalls (Nürnberg Ice Tigers), Alexander Ehl, Marc Michaelis (beide Adler Mannheim), Dominik Kahun (HC Lausanne/SUI), Maximilian Kastner (Red Bull München), Daniel Fischbuch (beide Kölner Haie), Nicolas Krämmer, Parker Tuomie (beide Fischtown Pinguins Bremerhaven), Stefan Loibl (Straubing Tigers), Lukas Reichel (Boston Bruins, NHL)
U20 Talent Max Schaller geht nach Übersee
Max Schaller wird in der Saison 2026/27 für die Trail Smoke Eaters in der BCHL auflaufen. Der kanadische Club aus Trail in British Columbia hat die Verpflichtung des Stürmers offiziell bekanntgegeben und sieht in ihm einen jungen Angreifer mit offensivem Potenzial und großem Entwicklungsspielraum.
In der Mitteilung wird Schaller als spielstarker Forward beschrieben, der viel Einsatz zeigt und offensive Akzente setzen kann. Auch General Manager und Head Coach Eric Thurston hebt vor allem seinen hohen Einsatzwillen, seine Fähigkeit Chancen zu kreieren und sein Potenzial für die weitere Entwicklung hervor.
Litvinov letztes Team beim Vinschgau Cup
Das Teilnehmerfeld des 10. Vinschgau Cups steht fest: Neben dem ERC Ingolstadt, den Black Wings Linz und dem HC Pustertal nimmt erstmals auch der HC Litvinov am Turnier in Latsch teil.
Der tschechische Traditionsclub gehört seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Eishockeystandorten des Landes und gewann 2015 seine bislang einzige Meisterschaft. In der vergangenen Saison sicherte sich Litvinov erst über die Relegation den Verbleib in der Extraliga.
Litvinov wird aber kein Gegner des ERC sein. Die Tschechen bestreiten gegen Linz und Pustertal ihre beiden Partien in Latsch.
Testspiel in Bern am 29.08.2026
Eher beiläufig im Zusammenhang mit der Kommunikation rund um den Vinschgau Cup haben die Panther auch ein weiteres Testspiel bekanntgegeben. Für den ERC geht es Ende August in die Schweiz, wo ein Vorbereitungsspiel gegen den 16-fachen Schweizer Meister ansteht.