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Gästeblog 1. Oktober 2026

Der ERC Ingolstadt hat ein Kommunikations & Marketingproblem und wir sollten endlich darüber reden

Ein persönlicher Kommentar zur Außendarstellung des ERC Ingolstadt

Beim ersten Heimspiel gegen Nürnberg hing es plötzlich in der Kurve: ein Transparent, direkt adressiert an die ERC GmbH.

„ERC GmbH sucht Marketingstrategie, Sponsoren, Social Media Auftritt und den fünften Stern. Bewerbungen können in der Geschäftsstelle abgegeben werden.“

Zugegeben: Das ist polemisch.

Vielleicht sogar bewusst überspitzt.

Aber manchmal braucht es genau diese Polemik, damit endlich über etwas gesprochen wird, das viele Fans seit Monaten beschäftigt.

Denn ich habe zunehmend das Gefühl, dass der ERC Ingolstadt abseits des Eises ein erhebliches Problem hat.

Und dieses Problem lässt sich für mich mit vier Begriffen zusammenfassen:

Außendarstellung. Kommunikation. Marketing. Sichtbarkeit.

Dabei möchte ich eines ausdrücklich vorwegstellen: Ich kritisiere hier nicht die Mannschaft und nicht die sportliche Arbeit. Und ich möchte auch keine einzelnen Mitarbeiter der Geschäftsstelle persönlich an den Pranger stellen.

Im Gegenteil.

Ich glaube, dass dort viele Menschen mit großem Einsatz versuchen, mit den vorhandenen Möglichkeiten unglaublich viel aufzufangen und irgendwie alles am Laufen zu halten.

Aber genau darin liegt für mich bereits ein Teil des Problems.

Wo war der ERC in diesem Sommer?

Diese Frage habe ich mir in den vergangenen Monaten immer wieder gestellt:

Wo ist der ERC eigentlich?

Natürlich gab es Spielertransfers, Neuzugänge, Trainingslager und irgendwann die ersten Vorbereitungsspiele.

Doch abseits dieser sportlichen Meldungen war der Verein für mich über weite Strecken kaum präsent.

Dabei erwarte ich gar keine wöchentlichen Hochglanzkampagnen oder aufwendig produzierten Social-Media-Spots.

Mir fehlen vielmehr die einfachen Dinge.

Bilder aus dem Sommer. Eindrücke aus dem Training. Kurze Videos. Spielervorstellungen. Geschichten aus dem Umfeld der Mannschaft. Ein Blick hinter die Kulissen.

Einfach Inhalte, die den Fans vermitteln:

Hey, wir sind da. Die neue Saison kommt. Wir haben Bock. Freut euch darauf.

Stattdessen entstand bei mir phasenweise der Eindruck, dass über Wochen beinahe Funkstille herrschte.

Für einen professionellen DEL-Club ist mir das zu wenig.

Marketing beginnt nicht am ersten Spieltag

Was mich daran besonders stört: Der Saisonstart kommt nicht überraschend.

Monate vorher steht fest, wann die neue Saison beginnt. Der Dauerkartenverkauf läuft, die Gegner sind bekannt, irgendwann wird der Spielplan veröffentlicht und das erste Heimspiel steht im Kalender.

Warum beginnt die große Aktivierung der Stadt dann nicht viel früher?

Wo ist das Gefühl:

Bald geht es endlich wieder los!

Warum sehe ich diese Botschaft nicht schon Wochen vorher überall?

Warum gibt es keine große Kampagne in der Stadt? Warum wird nicht stärker versucht, die Menschen aus ihrem Sommerloch zu holen?

Warum werden Kinder und Jugendliche nicht noch stärker angesprochen?

Warum gibt es keine Aktionen an Schulen, in Sportvereinen oder bei Veranstaltungen?

Gerade solche Dinge gab es beim ERC in der Vergangenheit bereits.

Warum also nicht wieder?

Ich erwarte kein Marketingbudget wie in München oder Mannheim. Das wäre unrealistisch.

Aber ich erwarte Kreativität. Und vor allem erwarte ich, dass die vorhandenen Möglichkeiten genutzt werden.

Social Media allein reicht nicht

Social Media ist dabei nur ein Teil der Geschichte.

Instagram ist wichtig. Reels sind wichtig. Videos und digitaler Content gehören heute selbstverständlich zur Kommunikation eines professionellen Sportclubs.

Aber Social Media ersetzt keine Sichtbarkeit in der eigenen Stadt.

Ein Profiverein muss auch auf der Straße stattfinden.

Ingolstadt ist überschaubar genug, um sichtbar zu sein.

Mit Spielern. Mit dem Maskottchen. Mit Autogrammstunden. Mit Schulbesuchen. Mit Kooperationen mit Sportvereinen. Mit Aktionen bei Veranstaltungen. Mit kleinen Überraschungen in der Innenstadt.

Vieles davon muss nicht einmal besonders teuer sein.

Es braucht Ideen und Menschen, die sie umsetzen.

Genau diese Präsenz fehlt mir.

Und deshalb finde ich es schwierig, wenn gleichzeitig darüber gesprochen wird, wieder mehr Menschen in die Halle bekommen zu wollen.

Natürlich wünsche ich mir ebenfalls eine volle Halle.

Aber bevor Menschen Tickets kaufen, muss ich sie erreichen, begeistern und ihnen einen Grund geben, Teil dieses Vereins sein zu wollen.

Der ERC muss sich nicht verstecken

Was mich dabei besonders wundert: Der ERC Ingolstadt befindet sich eigentlich in einer hervorragenden Ausgangsposition.

Wir sprechen über einen etablierten DEL-Club.

Über Meisterschaften und Playoffs. Über bekannte Spieler. Über eine treue Fanszene. Über eine gewachsene Tradition. Über eine Stadt, in der Eishockey seit Jahrzehnten dazugehört.

Warum wird daraus kommunikativ nicht mehr gemacht?

Wenn ich sehe, wie andere Vereine ihre Marke in der eigenen Stadt präsentieren, frage ich mich schon, warum der ERC teilweise so zurückhaltend wirkt.

Der FC Ingolstadt mag sportlich aktuell nicht dort stehen, wo er gerne wäre. Trotzdem schafft es der drittklassige Verein, in der Stadt präsent zu bleiben.

Trikots. Aktionen. Maskottchen. Autogrammstunden. Veranstaltungen.

Man sieht ihn. Man nimmt ihn wahr.

Und genau dieses Gefühl fehlt mir beim ERC.

Ist die Struktur richtig aufgestellt?

Im Laufe des vergangenen Jahres hat sich personell einiges verändert.

Es gab unter anderem Veränderungen in Marketing und Geschäftsstelle. Gleichzeitig wurden Aufgaben neu verteilt.

Ich möchte dabei ausdrücklich nicht behaupten, dass bestimmte Personalentscheidungen richtig oder falsch waren.

Dafür fehlen mir die internen Einblicke.

Auch über die fachliche Kompetenz einzelner Personen möchte und kann ich nicht urteilen.

Eine grundsätzliche Frage darf man als Fan aber trotzdem stellen:

Ist die Geschäftsstelle personell und organisatorisch so aufgestellt, wie es ein ambitionierter DEL-Club benötigt? Oder haben wir sogar ein Führungsproblem?

Wenn einzelne Personen mehrere Ressorts gleichzeitig verantworten, Kommunikation, Öffentlichkeitsarbeit Marketing zusätzlich gestemmt werden müssen und andere Mitarbeiter neben ihren eigentlichen Aufgaben noch bei Veranstaltungen, oder in weiteren Bereichen aushelfen, stellt sich für mich zwangsläufig eine Frage:

Wann bleibt eigentlich noch Zeit für Strategie?

Wann bleibt Zeit für kreative Ideen?

Wann bleibt Zeit dafür, neue Dinge auszuprobieren?

Wann bleibt Zeit für Qualitätssicherung?

Und wann bleibt Zeit für den Blick über das Tagesgeschäft hinaus?

Wo bleibt die Chance mit den Fans (Kunden) zu sprechen und nicht nur mit den VIP´s?

Denn gutes Marketing besteht nicht nur daraus, den nächsten Spieltagspost rechtzeitig fertigzustellen.

Ich möchte mich über den ERC freuen und ihn nicht rechtfertigen oder mich schämen müssen

Das ist für mich vielleicht der wichtigste Punkt.

Ich bin Fan.

Ich bin Kunde.

Und ich bin jemand, der diesen Verein nicht nur bei Heimspielen begleitet. Auch wenn Auswärtsfahrten eher selten sind.

Ich möchte mich mit diesem Verein identifizieren. Ich möchte stolz darauf sein, wie sich der ERC nach außen präsentiert.

Und ich möchte mich nicht irgendwann dabei ertappen, die Außendarstellung meines eigenen Clubs gegenüber anderen rechtfertigen zu müssen. Oder gar schämen!

Genau dieses Gefühl hatte ich in den vergangenen Monaten leider immer wieder.

Und das tut weh.

Nicht, weil ich weniger Fan geworden bin.

Sondern gerade weil mir dieser Verein wichtig ist.

Das neue Trikot ist dafür ein gutes Beispiel

Auch beim neuen Trikot hatte ich dieses Gefühl.

In den vergangenen Jahren hat sich der ERC meiner Meinung nach mit seinen Jerseys eine ziemlich hohe Messlatte gesetzt.

Es gab Designs mit Geschichte. Mit Wiedererkennungswert. Mit einem gewissen Mut.

Beim aktuellen Trikot war meine erste Reaktion dagegen eher:

Okay.

Nicht schlecht.

Nicht hässlich.

Aber eben auch nicht dieses unmittelbare Gefühl:

Wow. Das ist unser Trikot.

Für mich wirkt das Design in Teilen sehr stark wie etwas, das man so oder ähnlich bereits kennt.

Gerade bei einem Trikot finde ich das schade.

Denn ein Jersey ist im Sport weit mehr als irgendein Merchandise-Artikel.

Ein Trikot ist Identifikation.

Es ist Außendarstellung. Es ist das Kleidungsstück, das Fans tragen. Es taucht in der Halle auf, in der Stadt, im Fernsehen, auf Fotos und bei manchen sogar im Urlaub.

Kinder tragen es genauso wie Erwachsene.

Es wird zu einem Teil des Bildes, das Menschen mit einem Verein verbinden.

Und genau deshalb sollte ein Trikot für mich niemals den Eindruck vermitteln, einfach „aus dem Katalog ausgesucht“ worden zu sein.

Die neue Homepage zeigt: Technik allein reicht nicht

Bei der neuen Homepage möchte ich ausdrücklich auch etwas Positives hervorheben.

Technisch ist der Relaunch aus meiner Sicht ein großer Schritt nach vorne.

Die alte Homepage war längst nicht mehr zeitgemäß. Die neue Seite wirkt moderner und bietet technisch deutlich mehr Möglichkeiten.

Gleichzeitig zeigt sich für mich aber auch hier ein grundsätzliches Problem:

Ein moderner technischer Unterbau ist nur die halbe Miete.

Wenn auf einer komplett neuen Website teilweise alte Bildwelten auftauchen oder Spieler zu sehen sind, die bereits seit Jahren nicht mehr beim ERC spielen, obwohl aktuelles professionelles Fotomaterial vorhanden ist, passt für mich etwas nicht zusammen.

Gerade ein Relaunch wäre die perfekte Gelegenheit für einen konsequenten Neustart gewesen:

Neue Technik. Neue Bildsprache. Neue Geschichten. Neue Identität.

Warum diese Chance nicht vollständig genutzt wurde, verstehe ich nicht.

Fans hätten sogar helfen wollen

Besonders schade finde ich, dass sich Fans offenbar angeboten hatten, die neue Homepage vor dem Start zu testen.

Genau an dieser Stelle kann eine aktive Fanbasis enorm wertvoll sein.

Nicht als kostenlose Arbeitskraft, sondern als Realitätstest.

Was funktioniert?

Was versteht man nicht?

Wo stolpert man?

Welche Informationen werden gesucht?

Was nervt?

Was fehlt?

Rund um den ERC gibt es viele Menschen, die sich intensiv mit dem Club beschäftigen und seine digitalen Angebote regelmäßig nutzen.

Warum dieses Wissen nicht einbeziehen?

Natürlich muss eine Agentur professionell arbeiten und ihre Prozesse kontrollieren können.

Aber eine Beta-Version vor dem offiziellen Launch von einer kleinen Gruppe eingefleischter Fans testen zu lassen, hätte aus meiner Sicht nicht geschadet.

Im Gegenteil.

Manche Kritik nach dem Start hätte sich dadurch vielleicht vermeiden lassen. Auch unter den Fans gibt es bekannte kreative Köpfe.

Ein neuer Claim ist noch keine Strategie

Auch die Kommunikation rund um die neue Saison lässt mich mit Fragen zurück.

„25 Jahre DEL. Immer da. Nie weg“

Kann man machen.

Das Jubiläum bietet einen nachvollziehbaren Anlass.

Aber was ist die Geschichte dahinter?

Was soll bei mir als Fan hängenbleiben?

Welche Emotion soll ausgelöst werden?

Was machen 25 Jahre DEL für den ERC Ingolstadt besonders?

Da wäre aus meiner Sicht so viel mehr möglich gewesen.

25 Jahre DEL bedeuten Titel. Finals. Enttäuschungen. Große Spieler. Skandale. Besondere Spiele. Fans. Generationen. Veränderungen. Ingolstadt.

Unzählige Geschichten.

Vielleicht hätte genau darin die eigentliche Kampagne liegen können.

Nicht nur ein Satz. Sondern eine Geschichte.

Auch wenn man die jahrelange „geschlossene Gesellschaft“ nicht ausblenden sollte.

Mir fehlt der rote Faden

Was ich momentan ebenfalls vermisse, ist eine klare visuelle Linie.

Mal sieht eine Grafik so aus, mal völlig anders.

Einmal gibt es ein Spielerporträt. Dann ein Szenenfoto. Dann einen verschwommenen Hintergrund, einen Filter oder wieder ein anderes Layout.

Natürlich ist eine einzelne unglückliche Grafik kein Weltuntergang.

Im Tagesgeschäft passieren Fehler.

Irgendwann geht es aber nicht mehr um einzelne Posts.

Dann geht es um den Gesamteindruck.

Und dieser Gesamteindruck sollte bei mir unmittelbar auslösen:

Das ist der ERC Ingolstadt.

Egal ob Spieltagsankündigung, Torjubel, Ergebnisgrafik, Ticketwerbung, Trikot oder Website.

Eine starke Marke muss nicht jedes Mal ihren Namen dazuschreiben, damit man sie erkennt.

Und dann ist da noch das Thema KI

Ich habe überhaupt nichts gegen künstliche Intelligenz.

Im Gegenteil.

Ich nutze KI selbst und weiß, wie hilfreich sie sein kann. Auch für diesen Text zum Beispiel.

Sie kann Texte verbessern. Ideen liefern. Varianten entwickeln. Arbeitsabläufe beschleunigen. Grafiken vorbereiten. Und gerade kleineren Teams kann sie viel Arbeit abnehmen.

Aber eines darf dabei nicht vergessen werden:

KI ersetzt keine Qualitätskontrolle.

Und sie ersetzt erst recht nicht das eigene Gespür für die Marke.

Wenn ein Vereinslogo auf einer Grafik verändert oder fehlerhaft dargestellt wird, ist das für mich bei einem Profiverein ein absolutes No-Go.

Es gibt Dinge, bei denen darf man einfach nicht schlampig sein.

Das Vereinslogo gehört dazu.

Das Trikot gehört dazu.

Die eigene Identität gehört dazu.

Natürlich kann man künstliche Intelligenz einsetzen.

Aber bevor etwas veröffentlicht wird, muss am Ende ein Mensch draufschauen und sich fragen:

Kann ich das wirklich so veröffentlichen?

Marketing darf nicht nach KI aussehen

Dasselbe gilt für Texte.

Wenn Social-Media-Beiträge irgendwann klingen oder aussehen, als könnten sie genauso gut von einem Restaurant, einem Schützenverein oder einer beliebigen anderen Organisation stammen, geht etwas Entscheidendes verloren.

Ein Profiverein braucht eine eigene Sprache.

Eine eigene Tonalität.

Eine eigene Persönlichkeit.

Und vor allem:

Authentizität.

Ich möchte nicht das Gefühl haben, einen generischen Marketingtext zu lesen.

Ich möchte das Gefühl haben, dass der ERC mit mir spricht.

Als Fan.

Als Ingolstädter.

Als Teil dieser Geschichte.

Platz 14 und warum mich das trotzdem beschäftigt

Natürlich weiß ich, dass Social-Media-Rankings wie die vom Eisblog nicht die absolute Wahrheit abbilden.

Aber sie existieren.

Und sie werden wahrgenommen.

Wenn der ERC in einem entsprechenden Ranking auf Platz 14 landet, kann man natürlich sagen:

„Ist doch nur ein Ranking.“

Das stimmt sogar.

Aber Außenwirkung funktioniert nun einmal über Wahrnehmung.

Ein neutraler Beobachter kennt die internen Strukturen nicht.

Er sieht Instagram. Er sieht Facebook. Er sieht die Homepage. Er sieht die Bilder. Er sieht Videos und Werbung. Oder wie beim ERC im Sommer wenig bis gar nichts

Und aus all diesen einzelnen Berührungspunkten entsteht ein Gesamtbild.

Deshalb reicht mir auch die Erklärung nicht, dass wir eben ein kleinerer Club sind. Oder Social Media geht nebenbei.

Natürlich sind wir nicht München.

Natürlich sind wir nicht Mannheim.

Und wir brauchen auch nicht deren Budget.

Andere Clubs zeigen jedoch, dass gute Kommunikation nicht ausschließlich eine Frage der Größe ist.

Schwenningen beispielsweise zeigt seit Jahren, dass auch mit anderen Voraussetzungen eine starke Kommunikation möglich ist.

Darum geht es mir.

Nicht um Größe. Sondern um Anspruch.

Ich verlange keinen perfekten ERC

Ich erwarte keinen perfekten Verein.

Fehler passieren.

Kommunikation ist anspruchsvoll.

Mitarbeiter können nicht alles gleichzeitig erledigen.

Und eine neue Agentur braucht Zeit, um einen Club, seine Fans und seine Besonderheiten kennenzulernen.

Alles richtig.

Aber irgendwann muss aus „Wir stellen uns gerade neu auf“ auch etwas Sichtbares entstehen.

Eine Strategie.

Eine Linie.

Eine Sprache.

Ein Plan.

Was ich mir vom ERC wünsche

Ich wünsche mir einen ERC, der wieder sichtbar ist.

Einen ERC, der seine Stadt für sich gewinnt.

Einen ERC, der Kinder und Jugendliche für diesen Sport begeistert.

Einen ERC, der seine Fans nicht nur als Ticketkäufer betrachtet, sondern als Teil seiner Identität.

Einen ERC, der seine Geschichte erzählt.

Einen ERC, der gleichzeitig neue Geschichten entstehen lässt.

Einen ERC, der seine Spieler und die Menschen hinter dem Club zeigt.

Einen ERC, der den Mut hat, kreativ zu sein.

Einen ERC, der seine Möglichkeiten erkennt und sie nutzt.

Und einen ERC, bei dem ich einen Social-Media-Post sehe und sofort denke:

Ja. Das ist unser ERC.

Denn genau darum geht es am Ende.

Ich will keinen austauschbaren DEL-Club.

Ich will den ERC Ingolstadt.

Mit Ecken und Kanten.

Mit Geschichte.

Mit Charakter.

Mit Emotionen.

Und ja, selbstverständlich auch mit Fehlern.

Aber bitte mit einem erkennbaren Plan.

Kritik ist kein Angriff

Das Transparent in der Kurve war für mich deshalb nicht einfach nur ein provokanter Spruch.

Vielleicht war es vielmehr ein Weckruf.

Und möglicherweise ein notwendiger.

Denn Kritik bedeutet nicht automatisch Ablehnung.

Manchmal bedeutet Kritik schlicht:

Uns ist unser Verein wichtig.

Genau deshalb sollten die Verantwortlichen solche Kritik nicht grundsätzlich als Angriff verstehen.

Sondern auch als das, was sie sein kann:

Feedback von Menschen, die sich wünschen, dass der ERC Ingolstadt außerhalb des Eises genauso professionell, emotional und selbstbewusst auftritt wie auf dem Eis.

Euer Markus Schäfer „aka Nachbar“


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